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Herkunft des Familiennamen Geninazzi

Familenwappen Geninazzi

In Blau silbernes Osterlamm mit erhobenem rechten Vorderlauf, haltend eine schwarz bestangte, nach links entfaltete rote Fahne, belegt mit einem durgehenden silbernen Kreuz.

Geschichtlich-etymologisches Wappen, abgeleitet vom Eigenname “Giovanni“. Das Osterlamm, auch Agnus Dei genannt, ist das Symbol des Johannes der Täufer.

Die blaue Farbe bezieht sich auf den Heimatort Melide.

Quellen:
Istituto Araldico, Breganzona, 11.03.1983.
In: SUPPLEMENTO ALL’ARMORIALE ARALDICO TICINESE, Pag 92, Fontana Print S.A.
CH - 6963 Pregassona - Lugano, 2016

 

 

 

Herkunft des Namen

Dieser Familienname leitet sich ab vom Eigenname Giovanni, beziehungsweise Gian, Giani, Gianni, Verkleinerungsformen von Giovanni.

Stammt vom hebräischen Yohanan oder Yehohanan, zusammengesetzt aus Yoh oder Yah, Verkleinerungsform von Iahweh, “Iavè, Gott” und hanan “war barmherzig”, in der Bedeutung “Gott war barmherzig”.

Vom ursprünglichen Giovanni leiten sich viele Familiennamen ab, wie auch Geninazzi:

GIOVANNI -> GIANI -> GIANINAZZI -> GENINAZZI

Quelle: Ottavio Lurati; Perché ci chiamiamo così, Cognomi lombardi e della Svizzera italiana, pag. 268 – 269, Pubblicazione di Ticino Nostro.

 

Malvaglia (Bleniotal) Ursprungsort der Geninazzi / Gianinazzi

Abschrift und Übersetzung aus: SUPPLEMENTO ALL’ARMORIALE ARALDICO TICINESE, Fontana Print S.A., CH - 6963 Pregassona - Lugano, 2016:

GENINAZZI  (Seite 92)
Familie von Melide, Bürgerrecht im 19. Jahrhundert erhalten; früher aus Tremezzo (Provinz Como).

GIANINAZZI  I  (Seite 95)
Alteingesessene  Familien von Porza und Massagno beide in Malvaglia (Bleniotal) beheimatet.

GIANINAZZI  II  (Seite 96)
Familie von Canobbio, Bürgerrecht Anfang 19. Jahrhundert erhalten. 

Die grösste Gruppe der Gianinazzi besteht in Canobbio. Die Familie stammt ursprünglich aus Malvaglia.

Ab diesem Ort verlieren sich die Spuren und finden sich in Tremezzo am Comersee wieder, da es Brauch war als Wanderhirte mit den Herden umzusiedeln.

Ab Ende 1700 sind die Gianinazzi grossenteils von Tremezzo ins Tessin zurückgekehrt.

Die Gianinazzi finden sich verteilen als Bauern / Pächter auf grösseren Landgütern um Lugano.

Graziano Gianinazzi, Canobbio)

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Das erste Auftauchen der Gianinazzi in Canobbio ist im Jahr 1800, sie kommen aus Tremezzo (am Comersee), ihr  Uhrsprungsort jedoch ist Malvaglia (im Bleniotal) wo sie schon anfangs 1600 als Burger verzeichnet sind.

Graziano Gianinazzi: Canobbio: Fatti e famiglie di tre secoli, Tipo-offset Aurora SA, Canobbio 2004.

Anmerkung:
Gemäss obiger Eintragungen sind auch die Geninazzi von Melide ursprünglich von Malvaglia nach Tremezzo gezogen und um 1770, als Bauern / Küher, zurück ins Tessin nach Melide.

 

Die erste bekannten Erwähnungen der Familie Geninazzi in den Schriften von Melide

Abschrift und Übersetzung aus einem “Status Animarum“, Melide, 9. Juni 1775:

Auf der [Halb]-Insel, die man gewöhnlich die Spitze von    Melide nennt, wohnt im eigenen Haus, Herr Ambrosius,      Sohn des A(ndrea), gewöhnlich Pantera genannt, der seit   einiger Zeit sein Wohnsitz hier hat

            + Frau Caterina, seine Schwester
            + Anna, Tochter des Bartolomeo Adami von Carona, Magd

Auf dieser [Halb]-Insel und im Hause des obgenannten Ambrosius Pantera wohnt der Bauer/Pächter, Familienvater Petrus, Sohn des Thomas Geninazzi von Tremezzo

            sein Alter, zirka Jahre                                              No 46.
            Lucrezia, seine Ehefrau, Jahre                                 No 47.
            Johannes Bapta, Sohn, Jahre                                  No 20.
            
Martha Maria Francesca, ebenfalls Tochter, Jahre     No 18.
            Johannes Dominicus, anderer Sohn, Jahre               No 14.
            Apollonia, andere Tochter, Jahre                             No 10.
            Carolus, anderer Sohn, Jahre                                   No   8.

Anmerkung:
Ambrosius Aprile von Carona war Gutsbesitzer der “Punta“ (Landspitze am See in Melide). Am 20. August 1780 stand er als Pate der Rosa Regina, Tochter des Johann Baptista Geninazzi, Sohn des Petrus der bei Aprile als Landwirt / Pächter tätig war.

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Auszug und Übersetzung aus Eheregiste 1713 – 1900, der Kirche Melide, Seite 59:

Ich, Presbiter Johannes Baptista Garovio, Pfarrer der Kirche Melide,…habe Johannes Baptista, Sohn des Petrus Geninazzi von Tremezzo, der aber bereits viele Jahre in hiesiger Gemeinde ansässig ist,   und Maria Francisca, Tochter des Anton Sartori von Maroggia, jedoch von Melide gebürtig, in erwähnter Kirche feierlich getraut.

Schreibweise Geninazzi in den Akten von Melide:

- Kirchenbücher Melide:
  1773 / 1788   = GENINAZZI
  1789 / 1790  = GIANNINAZZI
  1821 / 1875  = GIANINAZZI
  ab 1886 nur noch GENINAZZI

- Zivielstandregister Gemeindekanzlei,  Melide:
   nur GENINAZZI, Familie

- Protokolle Gemeinde-Versammlungen,
  Melide 1794 / 1809: durcheinander GENINAZZI, GENNINAZZI, GIANINAZZI und sogar GIENINAZZI

 

Stammbaum Geninazzi

Stammbaum der Familie Geninazzi als pdf

 

Recherchiert: Tiberio Geninazzi, Stand Mai 2017